Seite auswählen

Was ist der Unterschied zwischen Transforming Therapy™ und klassischer Hypnose?

Im Zusammenhang mit meinen Posts zu den Transforming Therapy™ Hypnose Workshops 2018 wurde kürzlich gefragt, was denn die Transforming Therapy™ von der klassischen Hypnose unterscheiden würde.

Die Frage ist sehr gut, denn sie zeigt vor allem, wie unbekannt hierzulande noch die Transforming Therapy™ ist, obwohl sie ihren Anfang schon in den 1960er Jahren hatte, und die Frage zeigt auch, wie gut es vielen modernen Hypnose-Schulen gelungen ist, die Ursprünge ihrer Methoden zu verschleiern.

 

Das ist der Unterschied zwischen Transforming Therapy™ und klassischer Hypnose:

Tesla vs. Benz Patent-Motorwagen

Die Transforming Therapy™ hat mit klassischer Hypnose ungefähr so viel zu tun, wie ein aktueller Tesla mit dem ersten dreirädrigen Benz Patent-Motorwagen (Typ 1). Natürlich ist die Transforming Therapy™, wie alle anderen Hypnoseformen auch, aus der klassischen Hypnose entstanden, hat allerdings nicht mehr viel mit ihr gemeinsam.

Synthese

Die Transforming Therapy™ ist eine Synthese verschiedener Modelle der humanistischen Psychologie, dem Psychodrama, der Gestalttherapie, der Egostate Therapy, der Transaktionsanalyse, der Arbeit von Shostrom, Fritz Perls, Carl Rogers, Nathanial Brandon, den Watkins, Dave Elmans und vielen anderen Mitwirkenden und Methoden. Was heute immer wieder als „Arbeit mit dem inneren Kind“ bezeichnet wird, ist seid den 60er Jahren integraler Teil der Transforming Therapy™.

Bruch mit der klassischen Hypnose

Gil Boyne vereinte verschiedene Strömungen und schuf damit, was wir heute als die moderne analytische Hypnose kennen. Die Transforming Therapy™ war damit der Bruch mit der „alten“ Hypnose-Welt, die noch stark von Sigmund Freud geprägt war, und der auch noch Dave Elman anhing.

Meilenstein

Die Transforming Therapy™ ist ein bahnbrechender Meilenstein, da in ihr der Bruch mit der „Klassik“ vollzogen wird. Gil Boyne kombinierte die revolutionären Ansätze der Psychologie und klinischen Psychologie mit der Hypnose und erschuf so das, was wir heute als die moderne analytische Hypnose kennen.

Moderne analytische Hypnose

So wie die Affektbrücke heute unterrichtet wird, die Regression, Teilearbeit, Gestaltdaloge, die Vergebensarbeit (Stuhl/Sterbebett-Arbeit), das Klopfen auf die Stirne, der Pattern Interrupt, die verschiedenen aufdeckenden Interview-Methoden, stammt aus der Synthese, die Gil Boyne als die Transforming Therapy™ bezeichnete und so gewissermaßen die Mutter der modernen analytischen Hypnose ist.

Wie ein Uhrwerk

Regression und Vergebensarbeit, so wie sie heute meist verwendet werden, hat in der Transforming Therapy™ ihren Anfang. Dabei sind sie nur 2 von vielen verschiedenen Methoden, die in der TT vereint sind. Weder Regression noch Vergebung werden in der TT als Selbstzweck gesehen und nur dann verwendet, wenn sie auch wirklich Sinn machen. Jede Regression wird präzise vorbereitet um dem Klienten zu helfen seine aktuelle Situation zu verstehen.

Das Prinzip der Freiheit

In der Transforming Therapy™ gibt es keine Flussdiagramme, keine fest gelegten Abläufe, keine Protokolle. Es gibt zentrale Prinzipien, die stark von der humanistischen Psychologie geprägt sind, wie z.B. das „Deal with what emerges“, die Klienten zentrierte Arbeit, dem Klienten zu jedem Augenblick das zu geben, was er braucht um weiter zu kommen. Zentral ist die Arbeit an den Fixen Ideen, den zentralen Glaubenssätzen, die mit klassischen und analytischen Methoden oft nicht bearbeitet werden können.

 

Fazit

Die Transforming Therapy™ befreit den Hypnotiseur aus einem starren Korsett und gibt ihm die Freiheit zurück, die wir brauchen, um unseren Klienten nachhaltig helfen zu können.

Mehr zur Transforming Therapy™

Jetzt hier klicken